Südafrika Teil 3: Last days in Paradise

Den Boulder, an den der Titel angelehnt ist (Last day in paradise) haben wir leider nicht gemacht, es war einfach nicht möglich in den drei Wochen, die wir in den Cederberger verbracht haben, alles zu sehen. Doch möchte ich noch ein paar Worte zu den letzten Tagen in den Rocklands verlieren, und natürlich noch ein paar Bilder zeigen.

Nach einigem Überlegen haben wir entschieden, uns noch zwei Tage mehr in den Rocklands zu geben und dafür das Klettergebiet Oudtshoorn, eigentlich unser nächstes Ziel, nicht anzufahren. Auch wenn es laut einem südafrikanischem Kletterer eines der besten Gebiete des Landes ist (und wohl die einzige Möglichkeit in Südafrika an Kalk zu klettern), denke ich, dass es die richtige Entscheidung war.

Während in Deutschland wohl Trockenheit und Hitze herrschen, beginnt auf der anderen Seite des Planeten der Frühling und von Tag zu Tag werden die unzähligen Blumen noch farbenfroher. Und so blüht die eigentlich karge und trockene Steinwüste in verschiedensten Farben.

Leider war die letzte Woche sehr heiß, teils über 30 Grad. Das scheint zu dieser Jahreszeit aber die Ausnahme zu sein. Vor ein paar Tagen habe ich noch geschrieben, dass die Schlangen im Winter schlafen, bei diesen Temperaturen ändert sich das aber auch sehr schnell. Wir, oder zumindest ich, haben jedenfalls eine gesehen. Entweder war es eine Baumschlange, oder gar eine schwarze Mamba. Die zwei Sekunden in denen sie sich gezeigt hat, haben leider weder für ein Foto noch für eine sichere Bestimmung gereicht.

Zum Klettern ist es tagsüber jedenfalls zu warm, was zu regelmäßigen Abend- und Nachtsessions führt. So sind nicht nur die Bedingungen gut, man bekommt auch den afrikanischen Nachthimmel besonders deutlich zu sehen, und das ist schon etwas ganz Besonderes, jedenfalls wenn man aus dem mit Licht überfluteten Deutschland kommt. Denn ohne Lichtverschmutzung sind hier nicht nur tausende Sterne, sondern auch die Milchstraße und ihre Nebenarme mit bloßem Auge zu sehen.

Den letzten Tag entscheiden wir uns ein bisschen durch die Gegend zu laufen und neues Gelände zu erkunden. Nachdem wir uns ausgiebig an einem bisher unbekletterten, dafür aber sehr sehr sandigem, Torbogen versucht haben, schließen wir das Kapitel Rocklands ab. Das Fazit ist, dass die riesigen Blockfelder zum Boulden nicht zu übertreffen sind und diese Gegend nicht zu Unrecht als eines der besten Bouldergebiete der Welt gilt. Der Wunsch hier nocheinmal herzukommen ist für uns beide jedenfalls sehr groß.

Max in "slash and burn", 7b+

Bouldern unter der Milchstraße: Kyrill in Widness the Sickness, 8a

Die Blumenwelt der Rocklands

Nightsession in "Barakuda Rail", 7b

Flying Guitar thief, 8a

Max in seinem Element

Der nächtliche Eindruck

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