Ostern in Norditalien

In den Osterferien waren wir, wieder einmal, zum Klettern am Gardasee, allerdings nur ein paar Tage. Danach sollte es in Richtung Slowenien weitergehen. Auf dem Weg liegt das Podelta und der Naturpark Isola della Cona, wo wir insgesamt zwei Tage verbrachten.

Das schöne Städtchen Comacchio

Podelta

Hohe Erwartungen, leider nicht ganz erfüllt

Nachdem er über 600 km durch Italien geflossen ist verzweigt sich der Po an seiner Mündung in viele kleine Arme und bildet ein riesiges Feuchtgebiet. Auch südlich davon findet man an mehreren großen Seen intakte Natur. Am Abend als wir ankamen schauten wir uns das nette Städtchen Comacchio und die Salinen von Comacchio an. Beobachten konnten wir unter anderem sehr viele Flamingos, zwei Austernfischer, Zwergscharben, Stelzenläufer und Grünschenkel, leider alles in sehr großer Entfernung. Ich war überzeugt davon, dass wir am nächsten Morgen im Schutzgebiet von Punte Alberete näher an die Vögel heran kommen würden. Das Gebiet ist größtenteils bewaldet und landschaftlich wirklich sehr schön. Leider waren nur wenige Vögel, und wenn dann nur in großer Entfernung zu sehen. Ich hatte hauptsächlich auf Purpurreiher und Zwergdommel gehofft, leider konnte ich nur einen einzigen abfliegenden Reiher beobachten. Auch vom, direkt an den Wald anschließenden, Val Mandriole hatte ich mir mehr erhofft, hier konnte ich aber immerhin einige Stelzenläufer fotografieren, die recht nah am Ufer des Sees nach Nahrung suchten.

Bei Lido di Volano gibt es einen schön eingerichteten Weg durch einen See mit mehreren Verstecken zum Beobachten. Man parkt beim Restaurant Canneviè, von hier geht dann der Weg los. Im Internet habe ich darüber gar nichts gefunden, wir haben den Weg rein zufällig entdeckt.

Am nächsten Morgen schauten wir uns noch das „eigentliche“ Podelta an, auch hier gibt es einen eingerichteten Park, allerdings mit etwas eigentümlichen Öffnungszeiten, weshalb wir nicht hineinkamen. Recht lohnend ist die Straße von Porto Tolle nach Porto Levante, vor allem das Stück auf einem Damm zwischen mehreren Seen hindurch. Hier konnten wir unter anderem Purpurreiher, Flussseeschwalben, Austernfischer, Flamingos, Stelzenläufer, Säbelschnäbler und Rohrweihen beobachten.

Insgesamt war das Podelta nicht so lohnend wie ich es mir erhofft hatte. An den meisten Stellen waren die Vögel sehr weit weg und auffällig oft der Zugang zum Wasser und interessanten Plätzen durch große Tore versperrt.

 

 

Der Wald von Punte Alberete

Stelzenläufer im Valle Mandriole

Trauerschwan

Stelzenläufer bei Porto Levante

Kormoran auf einer Stromleitung

Mündung des Isonzo

Entschädigt wurden wir kurze Zeit später im Naturpark Isola della Cona an der Mündung des Flusses Isonzo bei Monfalcone. Der Park ist für Fotografen und Ornithologen mit vielen Beobachtungsmöglichkeiten sehr ansprechend eingerichtet und war auch entsprechend gut besucht. Trotz Mittagshitze waren viele Vögel aktiv und nur wenige Meter vor den eingerichteten Verstecken. Vor allem Wattvögel, wie dunkler Wasserläufer, Grünschenkel und Alpenstrandläufer waren zu sehen. Vor einem der Verstecke gibt es eine Brutwand für Bienenfresser, leider waren diese, auch als wir mehr als eine Woche später noch einmal dort waren, noch nicht aus den Überwinterungsgebieten zurückgekehrt.

erfolgreicher Jäger

Grünschenkel

Größenvergleich: Stelzenläufer und dunkler Wasserläufer

Alpenstrandläufer

Sonnenuntergang am Camping Adria bei Koper

Slowenien

Zum Klettern waren wir, wie im vergangen Herbst auch schon, in Slowenien bei Koper. Positiv hervorheben möchte ich noch einmal den Naturpark Scokjanski Zatok, der wunderschön gemacht und spannend für Fotografen und Ornithologen ist. Es waren Zwergtaucher, Grünschenkel, Flussseeschwalben und auch einmal ein Rallenreiher zu sehen. Besonders gefreut habe ich mich aber über zahlreiche Purpurreiher (an einem Tag mindestens drei) die oft auch nah an die Verstecke herankamen.

auffliegender Purpurreiher

Der Purpurreiher in seiner ganzen Pracht

Grünschenkel

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